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title: "Rabatte mit Shopify Functions bauen (Scripts sind abgeschaltet)"
description: "Shopify Scripts sind abgekündigt, und alles, was früher als Ruby-Script im Checkout lief, läuft heute als Shopify Function. Was das für Staffelrabatte, Bundles und Kundenpreise bedeutet, was Shopify nativ kann und wann eine Function nötig ist."
author: "Aashish Kaushik"
published: 2026-09-18T05:01:02.099Z
updated: 2026-09-18T05:01:02.107Z
url: https://blog.byteinfy.com/de/rabatte-mit-shopify-functions-bauen-scripts-sind
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# Rabatte mit Shopify Functions bauen (Scripts sind abgeschaltet)

## Key takeaways

- Shopify Functions ersetzen Scripts; Scripts sind abgekündigt, und Plus-Händler mussten bis 2025 migrieren.
- Viele Rabattfälle deckt Shopify nativ ab; eine Function lohnt sich erst für Logik, die automatische Rabatte und Kombinationsregeln nicht abbilden.
- Eine Function läuft im Checkout, wird über Metafelder konfiguriert und braucht eine App als Hülle, die jemand pflegen muss.
- Eine einzelne Function kostet bei ByteInfy 1.500 $ bis 3.000 $; der größere Posten ist die Konfigurationsoberfläche, damit Ihr Team Regeln ohne Entwickler ändern kann.

Rabatte, die früher als Shopify Script liefen, laufen heute als Shopify Function, und für die meisten Händler ist die erste Frage nicht, wie man eine Function baut, sondern ob man eine braucht. Scripts sind abgekündigt, Plus-Händler mussten bis 2025 migrieren, und Shopify hat gleichzeitig die nativen Rabatte so erweitert, dass ein Teil der alten Script-Logik heute ohne Code funktioniert. Eine Function lohnt sich erst für das, was übrig bleibt: Staffelrabatte über mehrere Stufen, Bundles mit eigener Preislogik, Kundenpreise nach Tags oder Metafeldern und Regeln, die von Lieferland oder Zahlungsart abhängen.

Dieser Artikel erklärt, was Functions sind, welche Rabattfälle Shopify nativ abdeckt, wann eine Function nötig wird, was sie kostet und wie Sie alte Scripts geordnet ablösen. Die technische Tiefe hält sich in Grenzen; wer Code sehen will, findet ihn im englischen Artikel [Shopify Functions for discounts](/shopify-functions-discounts).

> **Scripts sind abgekündigt**
> 
> Shopify Scripts, der Ruby-basierte Script Editor für Plus-Händler, sind abgekündigt, und Plus-Händler mussten bis 2025 auf Functions migrieren. Wer noch Script-Logik im Betrieb hat oder Dokumentation aus der Script-Ära nutzt, arbeitet mit einem abgeschalteten System. Checkout-Anpassungen laufen heute ausschließlich über Checkout Extensibility, das checkout.liquid abgelöst hat, und über Functions.

## Was eine Shopify Function ist

Eine Function ist ein kleines, kompiliertes Programm, das Shopify im Checkout ausführt, um Rabatte, Versandoptionen, Zahlungsarten oder den Warenkorb selbst zu verändern.

Der entscheidende Unterschied zu Scripts liegt in der Ausführung. Scripts liefen als interpretierter Ruby-Code, den der Händler im Admin bearbeitete. Functions werden in Rust oder JavaScript geschrieben, zu WebAssembly kompiliert und als Teil einer App installiert. Shopify führt sie mit strengen Grenzen aus: keine Netzwerkzugriffe, begrenzte Laufzeit, begrenzte Eingabegröße. Das macht sie schnell und berechenbar, aber auch enger als Scripts.

Eine Function bekommt als Eingabe den Warenkorb, den Kunden, die Lieferadresse und konfigurierte Metafelder. Sie gibt als Ausgabe eine Liste von Operationen zurück, etwa "10 Prozent auf diese drei Zeilen" oder "diese Versandoption ausblenden". Die Konfiguration, also welche Stufen, welche Prozentsätze, welche Kundengruppen, liegt in Metafeldern und wird über eine Oberfläche in der App gepflegt.

Für Rabatte gibt es Functions, die Produkt-, Bestell- und Versandrabatte erzeugen; in aktuellen API-Versionen lassen sich diese Klassen in einer Function kombinieren. Dazu kommen Functions für Versandregeln, Zahlungsreihenfolge, Warenkorb-Validierung und Cart Transform, mit dem Bundles im Checkout als ein Artikel erscheinen. Der englische Beitrag [Shopify Functions cart transform](/shopify-functions-cart-transform) geht auf Letzteres ein.

## Was Shopify nativ kann, bevor Sie eine Function bauen

Ein großer Teil der Rabattwünsche, die als "wir brauchen eine Function" ankommen, lässt sich mit den nativen Rabatten von Shopify abbilden. Das zu prüfen spart Geld.

Shopify bietet automatische Rabatte und Rabattcodes für Prozent- oder Betragsrabatte auf Produkte, Kollektionen oder die gesamte Bestellung, Kaufe-X-erhalte-Y, kostenlosen Versand, Mindestbestellwerte oder Mindestmengen und Kombinationsregeln, mit denen Sie festlegen, ob Produkt-, Bestell- und Versandrabatte zusammen gelten. Der englische Artikel [Shopify discount stacking](/shopify-discount-stacking) erklärt die Kombinationslogik im Detail.

Was damit geht: 10 Prozent auf alles über 100 Euro, drei Artikel zum Preis von zwei, kostenloser Versand ab 50 Franken, ein Willkommenscode, der sich nicht mit dem Sale kombinieren lässt. Für viele Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz deckt das den gesamten Bedarf ab.

Was nicht geht: eine Staffel mit fünf Mengenstufen und unterschiedlichen Prozentsätzen, ein Rabatt nur für Kunden mit dem Tag "Großhandel", ein Bundle aus drei beliebigen Artikeln einer Kollektion zum Festpreis, ein Rabatt, der nur bei Lieferung nach Österreich gilt, oder eine Regel, die von der Zahlungsart abhängt. Für diese Fälle brauchen Sie eine Function oder eine App, die eine Function mitbringt.

## Rabattfall, Weg und Aufwand
| Rabattfall | Nativ in Shopify | Function nötig | Typischer Weg |
| --- | --- | --- | --- |
| Prozent auf Kollektion oder Bestellung | Ja | Nein | Automatischer Rabatt |
| Kaufe 2, erhalte 1 gratis | Ja | Nein | Kaufe-X-erhalte-Y |
| Kostenloser Versand ab Betrag | Ja | Nein | Versandrabatt |
| Staffel mit mehreren Mengenstufen | Nur eingeschränkt | Ja | Product Discount Function |
| Preis nach Kunden-Tag oder Metafeld | Nein | Ja | Function mit Kundenbedingung |
| Bundle zum Festpreis aus freier Auswahl | Nein | Ja | Cart Transform plus Rabatt |
| Rabatt nur für Lieferland oder Zahlungsart | Nein | Ja | Function mit Adress- oder Zahlungsbedingung |
| Zahlungsarten je nach Warenkorb sortieren | Nein | Ja | Payment Customization Function |

## Vier Rabattfälle, die Functions brauchen

Die folgenden vier Fälle sind die, die in Anfragen aus dem deutschsprachigen Raum am häufigsten vorkommen. Sie zeigen, wie eine Function aufgebaut ist, ohne dass Sie Code lesen müssen.

**Staffelrabatte nach Menge.** Ab 5 Stück 5 Prozent, ab 10 Stück 10 Prozent, ab 25 Stück 15 Prozent, pro Produkt oder über die Kollektion gerechnet. Die Function liest die Stufen aus einem Metafeld, zählt die Menge im Warenkorb und gibt den passenden Prozentsatz zurück. Ihr Team ändert Stufen in der App, nicht im Code. Der englische Artikel [Shopify tiered discounts](/shopify-tiered-discounts) zeigt Varianten.

**Kundenspezifische Preise für B2B.** Kunden mit dem Tag "haendler" oder einem Metafeld "preisgruppe" bekommen 20 Prozent auf alles oder feste Preise pro Kollektion. Die Function prüft den eingeloggten Kunden und wendet die Regel an. Voraussetzung ist, dass der Kunde im Checkout erkannt wird, also ein Kundenkonto hat. Für Plus-Händler mit B2B-Funktionen gibt es teils native Wege; für alle anderen ist das eine Function.

**Bundles zum Festpreis.** Drei beliebige T-Shirts für 60 Euro. Cart Transform fasst die drei Artikel zu einem Bundle zusammen, ein Rabatt setzt den Preis. Bestand und Fulfillment bleiben auf Ebene der Einzelartikel. Ohne Function braucht das ein Bundle-Produkt mit eigener Variante pro Kombination, was bei freier Auswahl nicht skaliert.

**Regeln nach Lieferland oder Zahlungsart.** Kostenloser Versand nur nach Deutschland, ein Rabatt für Vorkasse, TWINT für Schweizer Kunden an erster Stelle. Diese Fälle laufen über Versand- und Zahlungs-Functions, die Adresse oder Zahlungsart als Eingabe lesen. Für Händler mit Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist das der Fall, der am häufigsten unterschätzt wird.

## Was eine Function kostet und was danach kommt

Eine Function ist ein überschaubares Stück Software, aber sie ist Software, und das bringt Kosten für Bau, Oberfläche und Pflege.

Bei ByteInfy liegt eine einzelne Function oder Checkout-Erweiterung zwischen 1.500 $ und 3.000 $, wie auf der Seite [Checkout Extensions und Functions](https://byteinfy.com/services/shopify-checkout-extensions) beschrieben. Mehrere Functions, etwa Rabatt, Versandregel und Zahlungsreihenfolge, werden zusammen angeboten. Andere Agenturen kalkulieren anders; was in jedem Angebot stehen sollte, listet der Artikel [Shopify Agentur Kosten 2027](/de/shopify-agentur-kosten-2027-was-ein-shop-wirklich).

Der Posten, der in Angeboten oft fehlt, ist die Konfigurationsoberfläche. Eine Function ohne Oberfläche bedeutet, dass jede Änderung an Stufen oder Prozentsätzen einen Entwickler braucht. Eine Function mit Oberfläche in der App bedeutet, dass Ihr Marketing die Regeln vor dem nächsten Sale selbst anpasst. Der Unterschied im Preis ist real, aber die zweite Variante ist über zwei Jahre gerechnet fast immer günstiger.

Der dritte Posten ist Pflege. Shopify stellt API-Versionen nach festem Zeitplan ab, und eine Function, die gegen eine abgekündigte Version gebaut ist, muss nachgezogen werden. Wer eine Function beauftragt, sollte klären, wer das übernimmt und was es kostet. Ein Wartungsvertrag ab 500 $ pro Monat deckt das bei ByteInfy ab; die Alternative ist, es pro Vorfall zu beauftragen.

Ob Sie für eine Custom App mit Functions auf Ihrem Plan bleiben können oder Plus brauchen, hängt vom Plan und vom Function-Typ ab und sollte vor dem Angebot geprüft werden. Zum Zeitpunkt der Erstellung beginnt Shopify Plus bei etwa 2.300 USD pro Monat bei dreijähriger Laufzeit, und eine Rabattregel allein rechtfertigt diesen Sprung selten.

## Die Grenzen, die Sie vorher kennen sollten

Functions sind bewusst eng gebaut, und wer die Grenzen kennt, plant keine Regel, die daran scheitert.

Eine Function hat keinen Netzwerkzugriff. Sie kann nicht während des Checkouts Ihr ERP nach dem aktuellen Kundenpreis fragen. Alles, was sie wissen muss, kommt aus Warenkorb, Kunde, Adresse und Metafeldern. Kundenpreise aus dem ERP müssen deshalb vorher in Metafelder synchronisiert werden, was eine Integration ist, keine Function.

Eine Function hat Grenzen bei Laufzeit und Eingabegröße. Bei sehr großen Warenkörben oder sehr vielen Regeln kann eine ungeschickt gebaute Function an diese Grenzen stoßen. Gute Agenturen testen mit realistischen Warenkörben, nicht mit drei Artikeln.

Eine Function ändert nicht, was der Kunde im Warenkorb auf der Shopseite sieht, sondern was im Checkout gilt. Wer Staffelpreise schon auf der Produktseite anzeigen will, braucht zusätzlich Theme-Code, der dieselben Regeln liest. Das ist ein häufiger Grund für Verwirrung: Der Rabatt greift, aber die Produktseite zeigt noch den alten Preis.

Der englische Artikel [Shopify Functions limitations](/shopify-functions-limitations) listet die technischen Grenzen vollständig.

## Von Scripts zu Functions: ein geordneter Ablauf

Wer noch Script-Logik dokumentiert hat oder eine Function neu plant, sollte in derselben Reihenfolge vorgehen: erst verstehen, dann reduzieren, dann bauen, dann testen.

## Migrationsplan für Rabattlogik
- Jede bestehende Regel in einfacher Sprache aufschreiben, mit drei Beispielwarenkörben und dem erwarteten Ergebnis
- Prüfen, welche Regeln Shopify inzwischen nativ abbildet, und diese als automatische Rabatte anlegen
- Die verbleibenden Regeln nach Function-Typ sortieren (Rabatt, Versand, Zahlung, Cart Transform)
- Entscheiden, welche Werte Ihr Team selbst ändern können muss, und diese als Metafelder mit Oberfläche planen
- Kombinationsregeln festlegen, damit sich Function-Rabatte und native Rabatte nicht ungewollt addieren
- Jede Function im Checkout-Preview mit den Beispielwarenkörben testen, auch mit Shop Pay und Apple Pay
- Theme-Anzeige prüfen, wenn Staffelpreise schon auf der Produktseite sichtbar sein sollen
- Klären, wer die Function bei API-Umstellungen nachzieht und zu welchem Preis

Der erste Punkt ist der wichtigste und wird am häufigsten übersprungen. Eine Regel, die niemand in einfacher Sprache beschreiben kann, wird auch als Function nicht das tun, was erwartet wird. Der englische Artikel [Shopify Scripts to Functions](/shopify-scripts-to-functions) beschreibt die Migration Schritt für Schritt, inklusive der Fälle, in denen ein Script durch native Rabatte ersetzt werden konnte.

## Function, App oder nichts: die Entscheidung

Am Ende stehen drei Wege, und der günstigste ist oft der richtige.

**Nichts bauen**, wenn native Rabatte reichen. Prüfen Sie das ehrlich, auch wenn die Regel ursprünglich als Script lief; Shopify hat die nativen Rabatte seit der Script-Ära erweitert.

**Eine App aus dem App Store**, wenn Ihr Fall verbreitet ist und eine App ihn mit eigener Oberfläche und Wartung abdeckt. Staffelrabatte und Bundles sind solche Fälle. Die Monatsgebühr kauft Ihnen Pflege, die Sie sonst selbst tragen. Der englische Artikel [Shopify bundles vs volume discounts](/shopify-bundles-vs-volume-discounts) vergleicht die Ansätze.

**Eine eigene Function**, wenn Ihre Regel spezifisch ist, wenn Apps sie nicht abbilden oder wenn Sie die Abhängigkeit von einem App-Anbieter vermeiden wollen. Dann gehört eine Oberfläche dazu, und ein Plan für die Pflege.

Eine Agentur, die alle drei Wege nennt und den günstigsten empfiehlt, arbeitet in Ihrem Interesse. Eine Agentur, die bei jeder Rabattanfrage eine Function anbietet, verkauft Umfang. Wie Sie das im Vorfeld erkennen, steht im Beitrag [Shopify Agentur auswählen: 12 Fragen vor dem Vertrag](/de/shopify-agentur-auswahlen-12-fragen-vor-dem-vertrag).

**Sie haben eine Rabattregel, die Shopify nicht nativ kann?**
ByteInfy schreibt die Regel mit Ihnen in einfacher Sprache auf, prüft, ob ein nativer Rabatt oder eine App reicht, und baut die Function mit Oberfläche, wenn sie wirklich nötig ist.

[Mit ByteInfy sprechen](https://byteinfy.com/contact)

## FAQ

### Was ist der Unterschied zwischen Shopify Scripts und Shopify Functions?

Scripts waren Ruby-Code, den Plus-Händler direkt im Script Editor pflegten und der Warenkorb, Versand und Zahlung im Checkout beeinflusste.

### Brauche ich Shopify Plus für Functions?

Nicht grundsätzlich. Functions laufen auf allen Plänen, aber ob eine Function in einer Custom App für Ihren einzelnen Shop auf Ihrem Plan verfügbar ist, hängt vom Plan und vom Function-Typ ab.

### Welche Rabatte kann Shopify ohne Function?

Prozent- oder Betragsrabatte auf Produkte, Kollektionen oder die Bestellung, Kaufe-X-erhalte-Y, kostenlosen Versand, Mindestbestellwerte und Kombinationsregeln zwischen Produkt-, Bestell- und Versandrabatten.

### Was kostet eine Shopify Function für Rabatte?

Eine einzelne Function oder Checkout-Erweiterung liegt bei ByteInfy zwischen 1.500 $ und 3.000 $. Dazu kommt bei Bedarf eine Konfigurationsoberfläche in der App, damit Ihr Team Stufen und Prozentsätze ohne Entwickler ändern kann.

### Kann eine Function externe Daten abfragen?

Nein. Eine Function hat keinen Netzwerkzugriff und muss innerhalb enger Zeit- und Grössengrenzen laufen. Alles, was sie wissen muss, kommt aus dem Warenkorb, dem Kunden und aus Metafeldern, die vorher gesetzt wurden.

### Wie migriere ich meine alten Scripts?

Zuerst inventarisieren, was jedes Script tut, in einfacher Sprache und mit Beispielen. Dann prüfen, welche Regeln Shopify inzwischen nativ abdeckt, und nur den Rest als Functions nachbauen.

### Funktionieren Functions mit Shop Pay und Express-Checkouts?

Ja, und das ist einer der Hauptgründe für Functions.
